Handyortung ohne Zustimmung

So einfach geht eine Handyortung ohne Zustimmung

Bevor die Handyortung funktioniert, muss eine Anfrage-SMS bestätigt werden, die auf das zu ortende Handy geschickt wird. Aber in letzter Vergangenheit kommt es immer häufiger zu Fällen, in denen eine Handyortung ohne diese Bestätigung stattfindet. Den Opfern der unfreiwilligen Handyortung ist oft gar nicht klar, wie schnell und unkompliziert diese Ortung durchgeführt werden kann, weswegen sie ihre Mobilfunkgeräte oft leichtsinnig an öffentlichen Plätzen liegen lassen (Cafes, etc.) Wenn dann das ungewollte passiert, ist die Verwunderung und teilweise auch der Ärger groß. Die Konsequenzen können nämlich sehr weitreichend sein (Stalker, etc.)

So haben Gauner leichtes Spiel

Sobald der Prozess der Ortung gestartet wird, erreicht eine SMS den jeweiligen Handybesitzer. Dieser muss nun seine Zustimmung geben, indem er die SMS bestätigt. In der Regel ist er es auch, der die SMS beantwortet, wenn er die Handyortung denn wirklich will. Wenn man aber auch nur für wenige Minuten sein Handy achtlos liegen lässt, haben Täter ein leichtes Spiel. Er bestätigt die SMS einfach und schon startet die Handyortung ohne Zustimmung. Das Opfer merkt gar nichts davon, dass das Handy nun jederzeit und an jedem Ort geortet werden kann. Um ein vielfaches gemeiner ist eine Handyortung ohne Registrierung. Hierbei ist es für die Täter noch einfacher an die Ortungen zu kommen und die Gefahr erwischt zu werden ist bei nahezu Null.

Wie umgehen die Täter aber diese Registrierung?

Bei dieser Methode geht es meist mit kleinen Apps and handy orten mit handynummer. Diese werden aufs Smartphone installiert, wofür man als Täter das „Opfer-Handy“ in der Regel für wenige Augenblicke in Besitz haben muss. Es ist aber auch möglich solche Schadsoftware aus der Ferne auf das Handy zu laden, indem man das Opfer dazu bringt eine bestimmte Seite zu besuchen, die oft identisch aussieht wie z.B. Google oder Facebook, damit das Opfer nicht misstrauisch wird. Einmal auf einer solchen präparierten Seite gelandet, installiert sich solche Software meist automatisch und im Hintergrund, ohne dass er der Besitzer merkt. Solche Software ist für Gauner oft schon für wenige Euro zu erwerben und das völlig legal! Nur die Installation auf fremden Geräten ist verboten, aber hier gibt es noch keinen ausreichenden Schutz dagegen und keine hilfreichen Methoden die Täter zu schnappen.

Warum ist der Kauf legal?

Bei diesen Spionageapps handelt es sich theoretisch gesehen um „Sicherheitssoftware“, die dazu dient seine eigene Sicherheit auf seinem Gerät zu überprüfen und die Gefahren zu erkennen und gegebenenfalls Sicherheitslücken zu schließen. Aber so wie man ein Messer für gute und schlechte Taten verwenden kann, ist es auch mit dieser Software. Wie immer kann ein Missbrauch bei der Verwendung von solchen Dingen nicht ausgeschlossen werden. Die Handyortung ist dabei noch die harmloseste Funktion solcher Software. So ist es auch beispielsweise möglich das Opfer über die eingebaute Videokamera zu fotografieren und zu filmen oder alle eigenen Dateien herunterzuladen. Auch das Abhören und Abfangen von SMS/Emails/Telefonaten ist kein Problem.

So schützt man sich effektiv

  • Handy nicht unbeaufsichtigt liegen lassen
  • keine dubiosen Apps laden
  • keine dubiosen Links klicken
  • aktuelle Anti-Viren-Software verwenden
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